Brexit: mögliche Auswirkungen

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1. März 2016

Unserer Einschätzung nach würde ein Brexit britischen Staatsanleihen und möglicherweise auch Unternehmensanleihen schlechtere Ratings bescheren. Die Währung dürfte weiterhin unter Druck bleiben. Die Verhandlung der Austrittsmodalitäten könnte bis zu zwei Jahren dauern, die Neuverhandlung bilateraler Handelsverträge sogar deutlich länger.


Der britische Premierminister David Cameron hat beim Brüsseler Gipfel im Februar einen neuen vorläufigen Deal mit der EU erwirkt und einen Termin für das Referendum festgelegt (23. Juni 2016). Cameron selbst spricht sich zwar für den Verbleib seines Landes in der EU aus, doch sechs der 22 Minister seines Kabinetts haben sich für einen Brexit ausgesprochen ebenso wie der höchst einflussreiche Londoner Bürgermeister Boris Johnson. Angesichts der widersprüchlichen Umfrageergebnisse nach den Nachrichten von letzter Woche ist der Ausgang des Referendums schwer vorauszusagen. Auf Grundlage unserer internen Analysen erachten wir die Wahrscheinlichkeit eines Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union als etwas geringer, als es die jüngsten Meinungsumfragen prognostizieren. Was die Auswirkungen auf Anlagen im europäischen Rentenmarkt anbelangt, würde ein Brexit unserer Einschätzung nach dem britischen Staat und in weiterer Folge potenziell auch den britischen Unternehmen vermutlich schlechtere Ratings bescheren. Die Währung dürfte weiterhin unter Druck bleiben.

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