Rentenfonds investieren das fondseigene Kapital in verzinsliche Wertpapiere. Man bezeichnet diese als Rentenpapiere, Anleihen oder Bonds.

Anleihen: stabile und konstante Erträge

Anleihen sind Wertpapiere, mit denen z.B. Staaten, Gebietskörperschaften und Unternehmen einen Kredit am Kapitalmarkt aufnehmen. Der Inhaber der Anleihe erhält regelmäßige Zinszahlungen. Man unterscheidet Anleihen nach Laufzeit, Höhe der Verzinsung, fester und variabler Verzinsung, sowie nach Währung.

Die Defensive im Depot

Die Rendite von Rentenfonds liegt im Allgemeinen unterhalb der von Aktienfonds: Da Anleihen regelmäßige Erträge liefern und Verbindlichkeiten eines Unternehmens darstellen, gelten Rentenfonds im Vergleich zu Aktienfonds (die Anteile an Unternehmen bündeln) in der Regel als weniger risikant. Durch eine Mischung der Wertpapiergattungen können Anleger Wertschwankungen des Gesamtdepots meist abschwächen und die Rendite glätten.

Schlüsselfaktor Bonität

Chancen und Risiken von Rentenanlagen hängen von der Anlageregion, dem Anlagehorizont (Restlaufzeit) und der Sicherheit des Anleiheschuldners, des Emittenten, ab. Als vergleichsweise sicher gelten etwa Anleihen von Staaten und Unternehmen mit sehr guter Bonität. Die Bonität einzelner Unternehmen und Anleihen ermitteln unabhängige Ratingagenturen. Ein Ausfall der Zinszahlungen und der Rückzahlung gilt bei Anleihen guter Emittenten als unwahrscheinlich. Die Anleihen schlechter bewerteter Emittenten bieten dafür in der Regel höhere Renditen für ihr höheres Risiko. Man bezeichnet sie auch als hochverzinsliche Anleihen, High Yield Bonds oder Junk Bonds.
  • Was ist ein Fonds?

    6. Oktober 2015 | 02:40 Min..
Was ist ein Fonds?
schließen  X