Hinter ökologischem und nachhaltigem Anlegen stehen zwei Gedanken: Zum einen soll die Anlage ethisch vertretbar sein und ökologische und nachhaltige Ziele verfolgen. Zum anderen soll damit aber auch Geld verdient werden. Beide Aspekte schließen sich nicht aus, denn die Welt steht vor großen ökologischen Herausforderungen, die dringend gelöst werden müssen. Unternehmen, die Technologien dazu beitragen, sollten auch wirtschaftlich erfolgreich sein.
»Wir leben, als hätten wir einen Extra-Planeten zur Verfügung. Wir nutzen 50 Prozent mehr Ressourcen als die Erde nachhaltig produzieren kann. Und wenn wir unseren Kurs nicht ändern, wird diese Zahl schnell wachsen: Bis 2030 werden zwei Planeten nicht mehr reichen.«
James P. Leape
Generaldirektor des WWF im Mai 2012

Beispiele für aussichtsreiche Umweltthemen

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Geschichte des nachhaltigen Investierens

Die Anfänge des nachhaltigen Investierens gehen zurück bis ins 18. Jahrhundert. Der Mitbegründer der evangelisch-methodistischen Kirche, John Wesley, unterstrich die Bedeutung des verantwortungsvollen Umgangs mit Geld. Die amerikanische Glaubensgemeinschaft der Quäker machte es sich zur Regel, mit Geld nicht Waffenproduktion, Sklavenhandel, Alkohol, Tabak oder Glücksspiel zu unterstüzen. Der erste prinzipiengeleitete Investmentfonds war der Pioneer Fund, den der Gründer von Pioneer Investments, Philip L. Carret, 1928 auflegte.

Das prinzipiengeleitete Investment hat im deutschsprachigen Raum eine jüngere Geschichte. Die ersten ökologieorientierten Anlageprodukte kamen in den siebziger Jahren auf den Markt. Einer der ersten Ökologiefonds in Deutschland ist der Pioneer Funds – Global Ecology. Er wurde 1990 unter dem Namen H.C.M. ECO Tech aufgelegt und ist heute der größte in Deutschland zugelassene Ökologiefonds.