Home Bias vermeiden

Eine bekannte psychologische Falle der Kapitalanlage ist der so genannte Home Bias: die Neigung von Investoren, bevorzugt in Heimatmärkte zu investieren und damit die Risiken nicht ausreichend zu streuen. Gerade die Investmentdestination USA sollte man jedoch nicht übersehen. Vor allem aus folgenden Gründen:

 

Finanzmärkte: Wegen ihrer Größe ermöglichen US-Märkte eine Diversifikation über Themen, Sektoren und Trends, die in kleineren Märkten kaum gegeben sind.

 

Volkswirtschaft: Die USA sind die größte Volkswirtschaft der Welt. Das Land gilt als weltweit führend bei technologischer Innovation und Wettbewerbsfähigkeit. Eigeninitiative, Unternehmertum und Wettbewerb sind wichtige gesellschaftliche Werte.

Geballte Kraft: Aktienmärkte und Wirtschaft der USA

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US-Märkte: die aktuelle Sicht von Pioneer Investments

In den USA schaffen die Unternehmen in verhaltenem, aber stetigem Tempo weitere Arbeitsplätze, und die Inflation ist in Gang gekommen. Gleichzeitig herrscht erhöhte Verunsicherung im Hinblick auf „Trumponomics“. Der versprochene fiskalische Schub und das Infrastrukturpaket sind noch nicht freigegeben bzw. liegen noch nicht einmal als Entwurf vor. Die Steuerreform könnte auf das Jahresende verschoben werden, so dass die Effekte erst 2018 Wirkung zeigen. Die Aufmerksamkeit des Präsidenten galt bislang vor allem den Landesgrenzen und protektionistischen Maßnahmen.

 

US-Aktien: übergewichten

Starke Daten und begrenzte Anzeichen für eine Überhitzung schaffen positive Bedingungen für Risikoanlagen und begünstigen eine Rotation seitens der Anleger zugunsten von Aktien. Der von Trump geweckte Optimismus könnte sich phasenweise zurückbilden, jedoch scheint der Aufschwung auch selbsttragend zu sein.

 

US-Unternehmensanleihen: neutral

US-Unternehmensanleihen sollten von den soliden makroökonomischen Rahmenbedingungen und der Aussicht auf steigende Unternehmensgewinne profitieren. In einem Umfeld mit rasch ansteigenden Zinsen ziehen wir jedoch eine neutrale Positionierung vor.

 

US-Staatsanleihen: neutral

Wir erwarten, dass die nominalen Zinssätze in den USA weiterhin vom Reflationsargument belastet werden. Bei Realzinsanlagen sehen wir geringere Risiken. Angesichts eines Arbeitsmarktes nahe Vollbeschäftigung, einer Kerninflation von ca. 2,2% und der potenziell inflationssteigernden Politik der Regierung Trump erscheint die aktuell bei10-jährigen Anleihen implizierte Inflationsrate von etwa 2% als zu niedrig.

Quelle: Pioneer Investments, Stand: 27.02.2017

 

Die dargestellten Informationen beruhen auf Recherchen und Berechnungen von Pioneer Investments sowie auf öffentlich zugänglichen Quellen, die für zuverlässig gehalten werden, für deren Richtigkeit aber keine Garantie übernommen werden kann. Sämtliche Rechte sind vorbehalten. Diese Publikation beurteilt das Marktumfeld zu einem bestimmten Zeitpunkt und soll nicht als Prognose künftiger Ereignisse oder als Garantie künftiger Ergebnisse betrachtet werden. Die Leser sollten diese Informationen nicht als Research-Analyse, Anlageberatung oder Empfehlung spezifischer Fonds bzw. Wertpapiere erachten. Die Angaben dienen allein der Veranschaulichung und informativen Zwecken und unterliegen Änderungen. Alle hier geäußerten Meinungen beruhen auf heutigen Einschätzungen und können sich ohne Vorankündigung ändern, abhängig von wirtschaftlichen und anderen Rahmenbedingungen. Die dargestellten Informationen stellen keine Angaben über die tatsächlichen aktuellen, früheren oder künftigen Bestände bzw. Portfolios von Pioneer Investments Produkten dar. Pioneer Investments ist ein Markenname der Unternehmensgruppe Pioneer Global Asset Management S.p.A.

 

Herausgeber: Pioneer Investments Kapitalanlagegesellschaft mbH, Arnulfstr. 124-126, D-80636 München.

 

  • Anleihen USA: "Fed legt an Tempo zu"

    12. Dezember 2016 | 05:47 Min..

    Kenneth Taubes, Head of Investment Management, U.S., gibt in seinem Jahresausblick 2017 eine Einschätzung zur US-Konjunktur, zum US-Dollar und zu den aussichtsreichsten Segmenten des Anleihemarktes.

     

Anleihen USA: "Fed legt an Tempo zu"
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Was treibt den US-Dollar?

Nach der Zinserhöhung im Dezember gehen wir davon aus, dass die Fed 2017 bei weiteren Erhöhungen ein verhaltenes Tempo vorlegen wird. Wir bevorzugen den fünfjährigen Bereich der Renditekurve.