In den letzten Jahren herrschte in den meisten Industrieländern keine Angst vor Inflation. Eher das Gegenteil des kontinuierlich steigenden Preisniveaus fürchteten viele Ökonomen und Politiker weltweit: die sogenannte Deflation, die als Ausdruck einer schweren Wirtschaftskrise gilt. Denn selbst die expansive Geldpolitik der Notenbanken führte kaum zu Preisauftrieb. Doch jüngst steigen die Inflationserwartungen wieder: Worauf Anleger achten sollten und warum sich dieser neue Trend abzeichnet, haben wir im Folgenden zusammengefasst.

Was Anleger beachten sollten

inflation euro

 

Selbst eine moderate Inflation ist für Verbraucher und Kapitalanleger immer eine Herausforderung, wie die Grafik zeigt. Deshalb sollten Investoren das neue Inflationsszenario ernst nehmen. Sie können etwa – je nach Risikoneigung – selektiv Aktien, inflationsgeschützte Anleihen oder sachwertbezogene Investments (etwa Immobilienaktien oder Rohstoffe) wählen, die in einem solchen Umfeld tendenziell weniger leiden bzw. sogar davon profitieren können.

Inflationsausblick 2017

inflation 2017

In 2016 kam es zu ersten deutlicheren inflationären Tendenzen, die in besonderem Maße auch von den fiskalpolitischen Versprechungen des – damals designierten – US-Präsidenten Donald Trump genährt wurden. Aktuell sehen wir folgende Faktoren, die eine Inflation begünstigen dürften:

 

  • eine expansive Fiskalpolitik
  • steigende Löhne und Gehälter in den USA
  • Anstieg der Rohstoff- und Ölpreise
  • hoher Inflationsbeitrag des Dienstleistungssektors 
  • abnehmende Globalisierung, zunehmender Protektionismus

 

Für 2017 sehen wir deshalb vor allem in den USA eine wirkungsvolle Reflation entstehen. Das Gleiche gilt für UK, wo eine schwächere Währung zunehmend die Importpreise steigen lässt. In Japan und der Eurozone wird das Inflationsniveau noch eine Weile unter den Zielen der Notenbanken liegen – doch insgesamt zeichnet sich auch dort eine Trendwende zur Reflation ab. Alles in allem dürfte es aber nicht zu einer strukturellen, hohen globalen Inflation kommen, wie wir sie aus den 80er und 90er Jahren kennen. Dafür sind noch zu viele deflationäre Kräfte intakt.

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