Versicherungsexperten erwarten Dominanz der Fondspolicen und Veränderungen bei Garantieprodukten

16. September 2016

Versicherungsexperten erwarten Dominanz der Fondspolicen und Veränderungen bei Garantieprodukten

  • Fondspolicen wichtigstes Produkt in den kommenden Jahren
 
  • Regulatorische Vorgaben und Niedrigzinsen weiterhin größte Herausforderungen
 
  • Digitalisierung als Chance für Versicherer


Immer weniger Anbieter geben der klassischen Lebensversicherung noch eine Perspektive. Nur noch 10 Prozent von 120 Entscheidern der Branche, die Pioneer Investments im Rahmen der 10. Handelsblatt Jahrestagung Assekuranz Anfang September befragte, halten sie weiterhin für ein wichtiges Produkt. Die aktuell im Fokus stehenden Indexpolicen wurden überraschenderweise ebenfalls von nur 8 Prozent der Entscheider als zukünftig relevant angesehen. Die Mehrheit (58 Prozent) erwartet einen Vormarsch der Fondspolicen, also Investmentfonds im Versicherungsmantel. „Um Versicherungsnehmern attraktive Produkte anbieten zu können, wird die Zusammenarbeit zwischen Versicherern und Fondsgesellschaften weiter an Bedeutung gewinnen“, so Nils Hemmer, Head of Wholesale and Third Party Distribution bei Pioneer Investments.

 

Fast drei Viertel der Experten (71 Prozent) gehen dabei davon aus, dass aufgrund der niedrigen Zinsen klassische Garantien bei der Produktentwicklung zukünftig eine weit geringere Rolle spielen werden als bisher. Stattdessen erwarten die Befragten eine Zunahme bei flexiblen Garantien, die sich während der Laufzeit verändern (34 Prozent) beziehungsweise bei alternativen Garantien, die einen Kapitalerhalt anstreben (32 Prozent). „Diese können zum Beispiel durch eine innovative Risikobudgetkontrolle im Rahmen von Investmentfonds dargestellt werden“, erläutert Hemmer.

 

Als größte Herausforderung definierten 71 Prozent der Befragten, dass die Zinsen wohl langfristig so niedrig bleiben. Auch die zunehmenden regulatorischen Anforderungen binden Kräfte – 40 Prozent der Versicherungsexperten gaben an, dass die aktuellen Regulierungsvorgaben bereits jetzt die Kapazitäten übersteigen. Bei weiteren 38 Prozent können die Anforderungen zwar im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit erfüllt werden, jedoch bleiben keine weiteren Kapazitäten für strategische Entwicklungen. Ein aktuelles Thema ist die Umsetzung der Regeln zur Ausgestaltung der Verbraucherinformationen für Anlageprodukte, den so genannten „PRIIPs“, die bis Ende 2016 vorliegen müssen. Fast drei Viertel der Befragten (72 Prozent) gaben an, dass diese Vorgaben ausschließlich intern umgesetzt werden – nur 8 Prozent haben diese Aufgabe an externe Dienstleister abgegeben.

 

Ein weiteres zentrales Thema für die Versicherer ist die fortschreitende Digitalisierung und die damit einhergehenden Veränderungen des Kundenverhaltens. Mehr als die Hälfte der Befragten (55 Prozent) schätzt die Entwicklung positiv ein – sie erwarten, dass die Digitalisierung vor allem Chancen bietet sich vom Wettbewerb abzugrenzen und noch mehr auf die Bedürfnisse der Kunden einzugehen.

Über Pioneer Investments in Deutschland

Pioneer Investments ist seit 1969 in Deutschland tätig und damit die älteste aus dem Ausland stam-mende Fondsgruppe in Deutschland. Mit rund 150 Mitarbeitern am Standort in München bietet das Haus Investmentlösungen für institutionelle Investoren, Versicherungen, Pensionsfonds, Banken und Sparkassen sowie Privatkunden. Das aktuell verwaltete Vermögen beträgt 21,2 Milliarden Euro (Stand 31. Juli 2016). Mit dem Pioneer Funds – European Equity Target Income und dem Pioneer Invest-ments Multi Manager Best Select managt das Team in München zwei der Kernprodukte aus dem Pro-duktportfolio des Hauses.Der Pioneer Investments Discount Balanced ist ein OGAW-Sondervermö-gen und wurde aufgelegt nach deutschem Recht von der NORDINVEST Norddeutsche Investment-Gesellschaft mbH, die im Juli 2008 auf die Pioneer Investments Kapitalanlagegesellschaft mbH ver-schmolzen wurde.

 

Über Pioneer Investments global

Pioneer Investments ist eine international tätige Investmentgesellschaft mit einem verwalteten Fonds-vermögen von über 220 Milliarden Euro weltweit (Stand 30. Juni 2016). Das Unternehmen bietet eine breite Palette von Aktien-, Renten- und Geldmarktfonds sowie alternative Investmentprodukte und strukturierte Produkte an. Die über 2.000 Mitarbeiter arbeiten in 28 Ländern weltweit. Pioneer Invest-ments gestaltet auf der Basis seiner mehr als 88 Jahre langen Erfahrung Investmentlösungen für insti-tutionelle Investoren, Versicherungen, Pensionsfonds, Banken und Sparkassen sowie Privatkunden. Pioneer Investments ist eine Tochtergesellschaft der europäischen Bankengruppe UniCredit.

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