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Fonds-Kennzahlen

Investieren in Fonds ist immer auch mit einem gewissen Risiko verbunden. Doch das Wissen um die wichtigsten Kennziffern der Fondsanalyse, macht aus performanceorientierten Renditejägern risikobewusste Investoren. Fonds-Kennzahlen ermöglichen die Vergleichbarkeit verschiedener Fonds mit gleichem oder ähnlichem Anlagehorizont.

Im Folgenden finden Sie ein paar der wichtigsten Fonds-Kennzahlen im Überblick.

 

Kurschancen werden oft mit hoher „Vola“ bezahlt

Der am häufigsten genannte Begriff im Fondsmanagement ist sicherlich die Volatilität, von Profis kurz „Vola“ genannt. Selbst sprunghafte Kursverläufe bekommen Fondsanalysten mit dieser Kennziffer in den Griff. Sie misst die Schwankungsbreite eines Fonds: Je stärker der Fondspreis über einen bestimmten Zeitraum von seinem langfristigen Mittelwert abweicht, desto höher ist die Volatilität.

 

Sharpe Ratio setzt Risiko und Ertrag ins Verhältnis

Die Sharpe Ratio berücksichtigt neben der Wertentwicklung auch die Schwankungsbreite (Volatilität) eines Fondspreises und setzt beide Größen ins Verhältnis. Sie gibt also an, wieviel Rendite ein Fonds pro Risikoeinheit bietet. Je höher die Sharpe Ratio, desto mehr entschädigt der Fonds für das eingegangene Risiko.

 

Alpha und Beta

Wer Vola und Sharpe Ratio seiner Favoriten geprüft hat, sollte sich noch um Alpha und Beta kümmern. Dazu ist es vor allem wichtig, die Benchmark eines Fonds, also dessen Vergleichsindex zu kennen. Ist dieser beispielsweise der Dax oder der MSCI World, so besagt ein Beta von genau eins, dass die Kursänderungen des Fonds mit denen des jeweiligen Index vergleichbar sind. Liegt es darüber, ist der Fonds aggressiver aufgestellt. Bei einem Beta von 1,1 (die Kennziffer kann zwischen null und zwei variieren) dürfen Anleger damit rechnen, dass ein Indexplus von einem Prozent den Fondswert gleich um zehn Prozent steigen lässt - eine gute Sache, wenn der Aufschwung naht. Wer diesen jedoch in weiter Ferne sieht, sollte in der Defensive bleiben und ist mit einem Beta kleiner als eins besser bedient. Die Kennzahl Alpha schließlich zeigt, ob der Portfoliomanager ein guter Stock-Picker ist, also auf die richtigen Einzelaktien setzt. Während sich das Beta auf einen Index bezieht - der dasjenige Marktsegment repräsentiert, in dem der Fonds agiert - stellt das Alpha gewissermaßen sein Gegenstück dar: Es bemisst denjenigen Teil der Rendite, der nicht mit der allgemeinen Marktentwicklung zu erklären ist, sondern lediglich auf der gelungenen Auswahl von Aktien innerhalb dieses Marktes beruht. Aus einem positiven Alpha dürfen Anleger ohne Zögern auf ein besonders erfolgreiches Fondsmanagement schließen. Meist jedoch ist es negativ: Weit weniger als die Hälfte aller Fondsmanager schafft es, besser als der Index zu sein.

 

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